Glauben
Glauben

Die Kirche am Campus ist ein offener und moderner Ort, an dem Studierende der Universität Vechta miteinander und voneinander lernen können. Ein Gemeindezentrum, wo sie ihren Glauben lebendig halten können und immer ein offenes Ohr finden. Direkt am Uni-Gelände gelegen, öffnet die Kirche am Campus neue Räume in vielerlei Hinsicht: Sie steht für Vielfalt und Ökumene, für den Austausch mit anderen, ebenso wie für Stille und Gebet.

Team

KHG und ESG

Katholische Hochschulgemeinde und Evangelische Studierendengemeinde

Die Hochschulgemeinde Vechta versteht sich als ökumenische Gemeinschaft von katholischer und evangelischer Kirche. Seit mehr als 15 Jahren kooperieren in Vechta die Katholische Hochschulgemeinde (KHG) und die Evangelische Studierendengemeinde (ESG). In der Kirche am Campus, der zentralen Anlaufstelle für Studierende, wird die Arbeit fortgesetzt.

Dort wirken beide Seite an Seite unter einem Dach, mit Andachten und Gottesdiensten, Veranstaltungen, Gemeindeabenden oder in Gesprächskreisen. Die Hochschulgemeinde begleitet die Studierenden in ihrem Alltag auf dem Campus – und steht ihnen jederzeit beratend und seelsorgerisch zur Seite. Denn christliches Leben hat auch an der Uni einen Platz.

Ein gläubiges Team

Haben ein offenes Ohr für die Studierenden: (v.l.) Dietmar Abel, Pastor der Evangelischen Studierendengemeinde und Pater Gregor Naumann OP, Seelsorger der Katholischen Hochschulgemeinde.

Mentorat

Mentor Peter Harves

Für Studierende des Faches Katholische Theologie der Universität Vechta mit dem Berufsziel Religionslehrer/in ist das Mentorat da. Studienbegleitend werden Studentinnen und Studenten hier auf vielfältige Art begleitet und unterstützt: etwa mit Orientierungsgesprächen, der Vermittlung von Praktikumsplätzen oder der Teilnahme an Besinnungswochenenden. Jede Begleitung ist dabei vertraulich.

Mentor Peter Havers
Seit zwei Jahren leitet er das Mentorat hier in Vechta. Peter Havers hat schon im Mentorat an der Uni Duisburg-Essen Erfahrungen in der Arbeit mit zukünftigen Religionslehrern machen dürfen. Zudem war er selbst über acht Jahre als Religionslehrer an einem Gymnasium tätig.

Unsere verpflichtenden Angebote für den zu absolvierenden Studienbegleitbrief sind hier aufgelistet und kurz erklärt:

1. Informationsveranstaltung zum kirchlichen Charakter des Religionsunterrichts
Hier informiert ein Vertreter der Schulabteilung des Offizialates in Vechta zum Kirchenbezug des RU. Dabei geht es auch um alle rechtlichen und formalen Fragen zum Religionsunterricht und der Kirchlichen Unterrichtserlaubnis (bzw. Missio Canonica).

2. Orientierungsgespräch
In diesem Gespräch mit dem Mentor geht es um Ihre Motivation für Studium und Beruf. Alle persönlichen Fragen zu Glauben und zum Leben, aber auch zum Mentorat und seinen Bausteinen haben hier Platz. Das Gespräch ist vertraulich und sollte zu Beginn des Studiums geführt werden. Melden Sie sich doch einfach zur Terminvereinbarung im Mentorat!

3. Religiöse Besinnungstage
Zur „geistlichen Übung“ (=Exerzitien) werden verschiedene Angebote, wie z. B. das Wochenende auf Wangerooge angeboten. Die Zeit dient der Vergewisserung und Auseinandersetzung mit dem eigenen Glauben.

4. Kirchenpraktikum
Das ist die Chance, Kirche noch einmal von innen kennen zu lernen. Nicht zuletzt geht es darum, den eigenen Platz in der Kirche zu reflektieren. Wenn Sie schon kirchlich engagiert sind, kann dies anerkannt werden.

5. Abschlussgespräch
Am Ende des Studiums geht es um die Fragen: Wie war das Studium? Was hat sich im Leben und Glauben verändert? Wo sehen Sie sich in der Kirche? Wie lässt sich nun die Unterrichtserlaubnis beantragen?

Mentorat
Edith Stein

Edith Stein, Ordensname Teresia Benedicta a Cruce OCD, war Jüdin, Philosophin und Christin. Sie wurde 1998 als Märtyrerin von Papst Johannes Paul II. heilig gesprochen und 1999 zur Patronin Europas erhoben. Sie starb am 9. August 1942 im Vernichtungslager Auschwitz kurz vor Vollendung ihres 51. Lebensjahrs.

Edith Stein wurde am 12. Oktober 1891 geboren. Das Streben nach Erkenntnis und eine intensive Auseinandersetzung mit dem Glauben bestimmten ihr Leben. Die Tochter eines Holzhändlers wuchs als jüngstes von elf Kindern in Breslau auf. Von 1911 an studierte sie Psychologie, Philosophie, Geschichte und Germanistik in Breslau und Göttingen. 1915, während des Ersten Weltkriegs, arbeitete sie als Freiwillige in einem Lazarett. 1916 promovierte sie beim Philosophen Edmund Husserl. Als Frau verwehrte man ihr jedoch die Habilitation. So arbeitete sie als Lehrerin.

Bereits als Jugendliche stand sie der jüdischen Tradition ihres Elternhauses kritisch gegenüber und lebte zeitweise atheistisch. Die Lektüre der Autobiografie der heiligen Teresia von Ávila gilt als Wendepunkt in Edith Steins Leben. Am Neujahrstag 1922 wurde sie getauft. In den darauf folgenden Jahren verbrachte sie immer wieder stille Tage im Benediktinerkloster in Beuron in Süddeutschland. Von ihrem Wunsch, Nonne zu werden, riet ihr der Beuroner Erzabt Michael Walzer ab und bat sie vielmehr, weiter in der Welt zu wirken. 1932 wurde sie Dozentin am Lehrstuhl für wissenschaftliche Pädagogik in Münster.

Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten verließ sie das katholische Institut wieder – um Leitung und Mitarbeiter nicht in Gefahr zu bringen. Am 14. Oktober 1933 trat die damals 42-Jährige ins Kölner Kloster der Karmelitinnen „Maria vom Frieden“ ein und nahm zur Einkleidung ein halbes Jahr später den Ordensnamen Teresia Benedicta a Cruce, „die vom Kreuz Gesegnete“, an. In der Silvesternacht 1938 musste sie wegen ihrer jüdischen Abstammung vor den Nationalsozialisten nach Holland ins Kloster Echt fliehen.

Am 2. August 1942 wurden Edith Stein und ihre Schwester Rosa von der Gestapo verhaftet und nach Auschwitz deportiert. Nur sieben Tage später wurden beide in der Gaskammer des Vernichtungslagers umgebracht.

Reliquien

Kapelle – Kraft der Symbole

Der Eingang der Edith-Stein-Kapelle ist eine schlichte weiße Tür mit einem vertikalen Fenster und einer Inschrift: „Ich schaue nach Ihm und Er schaut nach mir“. Es ist ein Zitat von Edith Stein. Die Tür ist ein Verbindungsstück. Ein Durchgang voller Symbolkraft.

Die Edith-Stein-Kapelle ist das geistliche Zentrum der Hochschulgemeinde. In sachlicher und nüchtern gehaltener Architektur und Ausgestaltung manifestiert der Gottesdienstraum den Dialog zwischen „fides et ratio“, Glaube und Vernunft. Die Kapelle öffnet sich durch Glasschiebetüren zum Innenhof und dem dahinter liegenden Campusgelände und symbolisiert den Anspruch der Kirche, Gott im Diskurs über die Zukunftsfragen von Wissenschaft und Gesellschaft zur Sprache zu bringen. Holz, Stein, Glas und Metall sind die Materialien, mit denen die Kapelle und das gesamte Gebäude gestaltet wurden.

Der sandfarbene Ziegelstein der Kirche am Campus findet sich in der niedrigen Mauer wieder, die den Kirchhof zur Straße hin begrenzt. Ein Wasserbecken reflektiert das Sonnenlicht durch das Kreuz hindurch. 298 filigrane und in Handarbeit gefertigte Glasfensterstücke bilden das große Kreuz und die Tür vom Tabernakel. Der Wernigeroder Glasgestalter Günter Grohs versteht seine Arbeit „als eine Fortsetzung der Architektur mit anderen Mitteln“. So wird das Kreuz eine Verbindung zwischen Innen und Außen.

"Ich schaue nach Ihm und
Er schaut nach mir"

Gegenüber dem Kreuz ist eine leere Edith-Stein-Mauer. 50 Vorsprünge, auf denen Opferkerzen brennen, stehen für Edith Steins 50 Lebensjahre. In Aussparungen an der Lebensmauer können Gebetszettel und Fürbitten hinterlassen werden. Die Wand ist auch ein Verweis auf die Klagemauer in Jerusalem und kann als Sinnbild für den jüdisch-christlichen Dialog verstanden werden.

Lebensmauer

Zwischen Kreuz und Lebensmauer steht der Altar, der aus einem knapp 300 Jahre alten Eichenstamm gesägt wurde. Er besteht aus vier Teilen, die viermal die Form des Hauses wiederaufnehmen. Verbunden sind sie mit einem Kreuz, unter dessen Mitte die Berührungsreliquien der Edith Stein verborgen sind. Das Kreuz fließt als Metallband auf dem Boden weiter und wirkt als verbindendes Element in der Kapelle. Es ist ein Symbol für die Strahlkraft Edith Steins in der christlichen Welt.

Gottesdienste in der Vorlesungszeit

Gottesdienste
Gemeinde-Gottesdienst am Dienstag

Dienstags, jeweils um 19.30 Uhr: Gottesdienst in der Kapelle (Hl. Messe oder ev.-lutherischer Gottesdienst oder ökumenischer Gottesdienst), anschließend Gemeindeabend im Café. Soweit kein spezifischer Gottesdienst in dieser Semesterübersicht angekündigt ist, erfolgt die Mitteilung jeweils in der Vorwoche.