Gestalten

Architektur

Der skulpturale Bau der Kirche am Campus steht als Achse zwischen dem offenen Gelände der Universität und der Justizvollzugsanstalt, die von einer hohen Mauer umgeben ist.

Das begrünte Dach der Kirche am Campus steigt in einem Drei-Grad-Winkel vom hinteren Bereich zur Straße hin an und gibt dem Bau eine Richtung vor, die sowohl außen als auch im Inneren spürbar wird. Sein sandfarbener Ziegelstein gibt dem Gebäude eine Leichtigkeit und steht im Kontrast zur kompakten Gefängnismauer.

Im vorderen Bereich befindet sich die Edith-Stein-Kapelle. Das zentrale Element der Kapelle – das transluzent von außen und innen sichtbare Kreuz – bezieht sich auf die Tradition der Wegekreuze in der Region. Es ist ein Symbol für die Präsenz Gottes in der Welt.

Das Zusammenfließen von Innenraum und Außenraum, von künstlerischer Ausgestaltung und Architektur ist der Entwurfsgedanke für das Gebäude, das vom Bremer Architekturbüro Ulrich Tilgner · Thomas Grotz geplant wurde.

Einheitlicher Parkettboden im gesamten Haus verbindet die weltlichen und spirituellen Bereiche miteinander; ebenso wie die Lichtführung: Sie begleitet den Besucher auf seinem Weg zu den unterschiedlichen Lebensräumen. Diese erscheinen wie ein Abbild der christlichen Gesellschaft: miteinander leben und lernen, einander begegnen und glauben.



Seminarräume

Die Seminarräume im Obergeschoss der Kirche am Campus sind großzügig geschnitten und hell. Die mit moderner Technik ausgestatteten und teilbaren Flächen sind ein idealer Ort für kulturelle Veranstaltungen, Tagungen oder Diskussionsrunden ebenso wie für Vorträge oder Sitzungen. Zudem sind sie Freiräume und Denkräume für einzelne Studentinnen und Studenten oder für Lerngruppen. Nur ein paar Schritte vom Campusgelände entfernt können Studierende dort je nach Verfügbarkeit in einem ruhigen Rahmen ungestört ihr Wissen vertiefen.

Gerne können Sie unsere Seminarräume auch mieten. Sprechen Sie uns einfach an.

Wohnräume

Die Kirche am Campus ist ein Zuhause auf Zeit. In vier Apartments im Obergeschoss mit Blick auf Innenhof und Glockenturm können Studentinnen und Studenten ganz in der Nähe der Hörsäle wohnen – und sich, sofern sie möchten, auch im Haus engagieren. Vier möblierte und bewusst schlicht eingerichtete Zimmer stehen zur Verfügung. Ausgestattet sind diese jeweils mit eigenem Bad. Gekocht wird in der Gemeinschaftsküche – ein weiterer Raum für Begegnungen.

Raum Für Begegnungen
12 Meter hoch ist der Turm
Turm

Als der Kranfahrer die 6,30 Meter lange Turmspitze auf die Basis gesetzt hatte, stieg er aus dem Führerhaus, um die schweren Ketten, die eben noch den Beton in die Luft gehoben hatten, wieder zu verstauen. Im ostfriesischen Westoverledingen waren die beiden Teile des Turms vorgefertigt worden. In Vechta wurden sie zusammengesetzt – und mit Händen und Füßen punktgenau in Position gebracht. Dabei schwebte die neun Tonnen schwere Turmspitze minutenlang durch die Luft. Nun steht der dreieckige, nach oben viereckig zulaufende Turm als verbindendes Element an zentraler Stelle im Innenhof zwischen der Kirche am Campus und dem Gelände der Uni Vechta.

115 Kilo wiegt die Glocke

Ziegel, Lehm, Stroh und Pferdemist – daraus besteht eine Glockenform. Es gibt nur wenige Glockengießereien in Deutschland. Eine davon befindet sich in der Abtei Maria Laach. Dort wurde die Glocke für die Kirche am Campus gegossen. Sie ist 115 Kilo schwer und hat einen Durchmesser von 546 Millimetern. Man hat ihr mächtig eingeheizt: Bei 1250 Grad Celsius wurde Glockenbronze erhitzt und in die Form gegossen. Damit diese dem enormen Druck des flüssigen Metalls standhält, kam sie zuvor unter die Erde. Dort kühlte die Form ab. Die Glocke hat ihren bleibenden Platz im Turm der Kirche am Campus. Sehen kann man sie nicht mehr, aber hören. Wenn sie läutet, erklingt ein G.

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